Die Zinssätze der Polnischen Nationalbank im September 2026
Am 8. und 9. September 2026 hielt der Geldpolitische Rat eine Sitzung ab, in deren Verlauf er beschloss, die Zinssätze der Polnischen Nationalbank (NBP) unverändert zu lassen.
Geldpolitischer Rat
Zinssätze der Polnischen Nationalbank — September 2026
Referenzzinssatz
Referenz3,75% jährlich
Lombardzinssatz
4,25% jährlich
Einlagenzinssatz
3,25% jährlich
Rediskontzinssatz für Wechsel
3,80% jährlich
Diskontzinssatz für Wechsel
3,85% jährlich
Wichtige Kennzahlen hinter der Entscheidung
CPI-Inflation in Polen
3,4 % ggü. Vorjahr
August 2026 — Anstieg von 3,0 % ggü. Vorjahr im Juli, vor allem aufgrund der höheren jährlichen Preissteigerungsrate bei Kraftstoffen für private Verkehrsmittel
Energierohstoffe
Energiepreise ↑
Die Inflation in den wichtigsten Industrieländern liegt aufgrund höherer Energierohstoffpreise über dem Niveau vom Jahresanfang 2026
Binnenwirtschaftliche Aktivität
Juli-Daten gemischt ggü. Vorjahr
Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion stiegen im Juli 2026 im Jahresvergleich, während die Bau- und Montageproduktion zurückging
BIP-Wachstum
3,9 % ggü. Vorjahr im 2. Quartal 2026
Anstieg von 3,5 % im 1. Quartal, bei beschleunigtem Investitionswachstum und schwächerem Konsumwachstum
Quelle: Narodowy Bank Polski (NBP) · Pressemitteilung zur Sitzung des Geldpolitischen Rates · 8–9 September 2026
Der Geldpolitische Rat betont in der Mitteilung nach der Sitzung:
„Nach der vorläufigen Schätzung des polnischen Statistikamts (GUS) lag die jährliche BIP-Wachstumsrate in Polen im zweiten Quartal 2026 bei 3,9 % (gegenüber 3,5 % im ersten Quartal dieses Jahres). Dabei beschleunigte sich das Investitionswachstum, während sich das Konsumwachstum verlangsamte. Im Juli 2026 stiegen sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion im Jahresvergleich, während die Bau- und Montageproduktion zurückging. Die jährliche Lohndynamik in der Gesamtwirtschaft schwächte sich im zweiten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorquartal ab. Gleichzeitig ging die Beschäftigung im Unternehmenssektor zurück; dieser Trend setzte sich auch im Juli fort. Nach der Schnellschätzung des GUS stieg die Verbraucherpreisinflation (CPI) im August 2026 auf 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, nach 3,0 % im Juli. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Anstieg der jährlichen Preissteigerungsrate bei Kraftstoffen für private Verkehrsmittel. Schätzungen zufolge dürfte im August auch die Kerninflation unter Ausschluss der Preise für Nahrungsmittel und Energie gestiegen sein.
Unter diesen Bedingungen beschloss der Rat, die Zinssätze unverändert zu belassen.“
Quelle:
Pressemitteilung zur Sitzung des Geldpolitischen Rates
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